POL-KI: 220815.3 Kiel: Einsatz auf dem Wasser – Erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung, Sportbootunfall und eine Motoryacht in Seenot

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Kiel (ots) –

Am vergangenen Wochenende mussten die Kolleginnen und Kollegen des Wasserschutzpolizeireviers Kiel gleich mehrmals ausrücken. Neben einer nicht unerheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung kam es zu einem Sportbootunfall zwischen zwei Schlauchbooten und einem Seenotfall.

Am späten Samstagnachmittag kam es gegen 17:10 Uhr zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Kieler Innenförde durch ein Motorboot mit einer Länge von 17 Metern. Nach Verlassen der Schleuse in Kiel änderte das Motorboot den Kurs in die Kieler Innenförde und erhöhte die Geschwindigkeit umgehend auf über 20 Knoten. Der Schiffsführer rechnete dabei nicht mit dem sich in der Nähe der Schleuse befindlichen mobilen Streifenboot des Wasserschutzpolizeireviers Kiel, das dem Motorboot umgehend folgte. Teilweise stellten die Beamten der Wasserschutzpolizei eine Geschwindigkeit von über 30 Knoten fest. Augenscheinlich überholte das Motorboot einige Motor- und Segelboote verkehrswidrig, der Abstand zu diesen betrug mitunter lediglich wenige Meter. Nach zirka einer Seemeile gelang es den Beamten, das Motorboot, welches mit insgesamt fünf Personen besetzt war, aufzustoppen. Der Schiffsführer gab an, unter Zeitdruck gestanden zu haben, da er eine Bekannte in der Innenförde abholen wolle. Insgesamt sind dort 10 Knoten erlaubt. Der 59 -jährige Schiffsführer muss sich nun in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren verantworten.

Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten.
Am Samstag fand vor Surendorf eine Segelregatta statt. Um 19:25 Uhr kam es nach dem Ende der Regatta zwischen zwei Sicherungsbooten zu einem Unfall. Die Führer der beiden Schlauchboote mit 50 PS Außenborder und Feststoffrumpf kollidierten nach bisherigem Ermittlungsstand offenbar durch Übermut mit hoher Geschwindigkeit. Dabei hob eines der beteiligten Schlauchboote ab und überfuhr das andere mit seinem 19-jährigen Bootsführer. Dieser erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Der andere 23-jährige Bootsführer verbrachte ihn an Land. Der 19-Jährige kam ins Krankenhaus.
Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen den 23-Jährigen ein. Die beteiligten Schlauchboote wurden beschlagnahmt.

Am Sonntag um 12:53 Uhr meldete der Bootsführer einer Motoryacht der Einsatzleitstelle Wassereinbruch in geringer Rate. Die Motoryacht befand sich zu diesem Zeitpunkt drei Seemeilen nordöstlich vom Kieler Leuchtturm. Die Besatzung des Polizeibootes “Duburg” informierte die Seenotleitung Bremen. Der Seenotkreuzer “Berlin” mit Tochterboot “Steppke, das Seenotrettungsboot “Nimanoa”, das Schlauchboot der DLRG “Flensburg” und die “Duburg” liefen zum Einsatzort. Bereits um 13:28 Uhr befanden sich Einsatzkräfte bei der Motoryacht. Die Besatzung des DLRG-Schlauchbootes barg den 66-jährigen Bootsführer und einen 43-jährigen Bekannten ab und übergab die beiden Personen wohlbehalten an das Polizeiboot. Die Motoryacht wurde fremdgelenzt und durch die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) aus eigener Kraft nach Laboe gefahren.

Julia Bunge

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