POL-KI: 211029.1 Kiel: Viele Verstöße bei Fahrradkontrollen festgestellt

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Kiel (ots) –

 

Bei stationären und mobilen Verkehrskontrollen stellten Polizeibeamtinnen und -beamte des 2. Polizeireviers am gestrigen Donnerstag diverse durch Radfahrer begangene Verstöße fest. Einen Tag zuvor kontrollierten Beamtinnen und Beamte der Polizeistation Wellsee in ihrem Revierbereich. 

Im Zeitraum von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr, führten die Beamtinnen und Beamte des 2. Polizeireviers an mehreren Orten in der Kieler Innenstadt Kontrollen durch. Im Bereich Sophienblatt stellten sie dabei insgesamt 44 Radfahrende fest, die den Radweg auf der falschen Fahrbahnseite benutzten. Im Bereich der Holstenstraße wurden 33 Radfahrende, die verbotswidrig durch die Fußgängerzone fuhren, kontrolliert. Sie alle erwartet nun ein Verwarngeld in Höhe von 15 bzw. 20 Euro. 

Die kontrollierten und passierenden Verkehrsteilnehmer zeigten sehr unterschiedliche Reaktionen auf die durchgeführten Polizeikontrollen. Insbesondere Passanten, die selbst nicht von polizeilichen Maßnahmen betroffen waren, begrüßten die Kontrollen immer wieder ausdrücklich. Mehrere kontrollierte Personen sahen ebenfalls eine Notwendigkeit für derartige Kontrollen, um das “Miteinander im Straßenverkehr” zu fördern. Allerdings äußerte sich auch ein nicht unerheblicher Anteil der kontrollierten Radfahrenden uneinsichtig und verständnislos. In einigen Fällen kam es zu lautstarken Beschwerden gegenüber den kontrollierenden Polizistinnen und Polizisten. 

Beim Radfahren auf der falschen Straßenseite handelt es sich vermeintlich um einen harmlosen Verstoß. Allerdings liegt in diesem Verstoß eine der Hauptunfallursachen von Radfahrenden begründet. Eine weitere Hauptunfallursache ist die verbotswidrige Nutzung anderer Straßenteile, wie hier das Befahren einer Fußgängerzone. 

Kommt es zu einem Verkehrsunfall, an dem Radfahrende beteiligt sind, ist die Wahrscheinlichkeit verletzt zu werden sehr hoch. Im Jahr 2020 wurden bei 553 Verkehrsunfällen mit Fahrradbeteiligung insgesamt 538 Personen verletzt sowie zwei Menschen getötet. Für das Jahr 2021 liegen noch keine aktuellen Zahlen vor. 

Am Mittwoch kontrollierten Beamtinnen und Beamte der Polizeistation Wellsee insbesondere die Rad fahrenden Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Schulwegsicherung im Bereich Teplitzer Allee, Marienbader Straße und Allgäuer Straße. 

Neben einem starken Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten vor Schulbeginn stellten sie im dortigen Einmündungsbereich ein erhebliches Fehlverhalten der fahrradfahrenden Schülerinnen und Schüler fest. Ein geringer Anteil der Radfahrenden war zudem ohne erforderliche Beleuchtung unterwegs. Die Beamtinnen und Beamten führten mit den jungen Schülerinnen und Schülern unzählige verkehrserzieherische Gespräche, insbesondere über die erforderliche Beleuchtung und den Nutzen von Fahrradhelmen. 

Mit einer steigenden Anzahl Radfahrender auf den Kieler Straßen stellt die Polizei auch eine Steigerung der festgestellten Fehlverhalten der Radfahrenden fest. Um diesem Trend entgegenzuwirken und die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken, wird die Polizei auch weiterhin gleichartige Kontrollen im Rahmen der Verkehrsinitiative zur Bekämpfung von Unfällen von Radfahrenden durchführen. 

Björn Gustke 

Rückfragen bitte an: 

Polizeidirektion Kiel
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Gartenstraße 7, 24103 KielTel. +49 (0) 431 160 – 2010 bis 2012
Fax +49 (0) 431 160 – 2019
Mobil 1 +49 (0) 171 290 11 14
Mobil 2 +49 (0) 171 30 38 40 5
E-Mail: Pressestelle.Kiel.PD@polizei.landsh.de

 

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