POL-KI: 171002.1 Kiel/Plön: Polizeieinsatz stieß auf viel Verständnis bei Bikern

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Kiel/Plön (ots) – Es ist stets ein Spagat für die Polizei: tut sie zu viel des Guten oder muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht klar genug Grenzen aufzuzeigen.

Am gestrigen Sonntag fiel diese Entscheidung dem Polizeiführer Michael Martins, Revierleiter in Plön, leicht. Bereits im April kam es vor allem am Rasdorfer Kreuz zu Szenen, die sogar auf YouTube dokumentiert worden sind: eine kleine Gruppe so genannter Streetfighter blockierte eine Landstraße und ließ mit laut aufheulenden Motoren die Hinterreifen qualmend Kreise auf dem Asphalt zeichnen.

Herannahende PKW, viele mit Familien an Bord, die Wochenendausflüge machten, fuhren auf einer Landstraße ohne Warnung auf dieses Chaos zu. Auch Zuschauer waren gefährdet, falls einer dieser Biker die Kontrolle über sein Zweirad verloren hätte. Die zu jener Zeit eingesetzten Beamten versuchten im Gespräch, die Ordnung wieder herzustellen. Sie wurden dabei jedoch von einer größeren Anzahl Streetfightern mit aufgerissenem Gashahn überlärmt. Keine gute Idee: nach Fest kommt Ab, sagen die Handwerker.

Um ein weiteres Aufwachsen und Etablieren dieser kleinen, aber aggressiven Szene zu verhindern und klar zu zeigen, wo die Grenzen liegen, machten sich insgesamt 75 Beamtinnen und Beamte am 1. Oktober zwischen 09:30 und 13:30 Uhr auf den Weg zu drei relevanten Einsatzorten.

Mit dabei waren unter anderem die Kommunikationsteams der Polizei, die vor allem die Aufgabe hatten, den anwesenden Motorradfahrerinnen und -fahrern zu erklären, dass es weder um die große Gruppe der regelkonformen Biker noch um kleinkariertes Suchen von (An)Bauverstößen an den Krädern ging. Im Kern wollte die Polizei zeigen, dass sie das Verhalten der Fighter nicht akzeptiere.

Das kam weit überwiegend gut an! Lediglich sechs Motorradkontrollen mit nur einer Stilllegung unterstrichen, worum es den Kräften NICHT ging.

Wie die Polizeidirektion Kiel in der kommenden Saison agieren wird, hängt in großem Maße von der Szene selbst ab. Ausfahrten bei herrlichem Wetter unter Einhaltung der Vorschriften und ohne die Gefährdung von Menschenleben werden sicherlich dennoch Polizisten anziehen: privat, auf ihren eigenen Maschinen.

Oliver Pohl

Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Kiel Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit Gartenstraße 7, 24103 Kiel Tel. +49 (0) 431 160 – 2010 bis 2012 Fax +49 (0) 431 160 – 2019 Mobil 1 +49 (0) 171 290 11 14 Mobil 2 +49 (0) 171 30 38 40 5 E-Mail: Pressestelle.Kiel.PD@polizei.landsh.de

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