In Kiel wurde ein „Interkultureller Garten“ eingeweiht

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Gaertnernzusammen2(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Zwar hier noch wenig bekannt, ist der „Interkulturelle Garten“ doch inzwischen weltweit ein Begriff. Jetzt wurde ein solcher im Kieler Problemstadtteil Gaarden eingeweiht. Dazu dessen Initiatorin Annette Tempelmann von der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten in Schleswig-Holstein (ZBBS): „Die Idee des Interkulturellen Gartens ist weltweit verbreitet Sie richtet sich an Flüchtlinge und soll helfen die Sprache durch soziale Kontakte zu erlernen, Kenntnisse und Fähigkeiten auszutauschen und einen Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt zu leisten“.

Migranten als Pächter von Kleingärten sind nachgerade nicht neu. Vor allem solche türkischer und russischer Ethnie sind überall vertreten. Die Anlage am Kieler Ostufer unterscheidet sich von solchen Pachtgärten. Sie ist entstanden auf einer rund 1.200 qm großen Fläche, die lange brach lag. Zuvor waren hier drei Pachtgärten. Eigentlich sollte diese Brache schon an die Stadt zurück gegeben werden. Bis sich Annette Tempelmann der Sache annahm. Mit professioneller Hilfe wurde die Brache wieder in einen Zustand versetzt, dass sie beackert werden konnte. Vor einem halben Jahr scharte Frau Tempelmann dann Migranten aus dem Iran und aus Afghanistan um sich, mit denen das Gelände beackert wurde. Beete wurden angelegt. Hier wuchsen Gemüse, Obst und Blumen. Dafür brachten die Stadt Kiel, die Robert-Bosch-Stiftung und die Bingo-Lotterie 62.000 Euro auf.

Ende September wurden im Rahmen der Interkulturellen Woche nun die erste Ernte und Einweihung gefeiert. Annette Tempelmann weiß „Das Projekt muss wachsen und braucht Zeit. Aber wir erhoffen uns Synergien, und vielleicht entstehen auch Arbeitsmöglichkeiten“. Nutzen sollen auch die Gaardener von einem Stück öffentlichen Grüns haben. Solange das Wetter offen ist, wird jeden Freitagnachmittag in der Anlage an de Stoschstraße gearbeitet.

Fotos Annette Tempelmann

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