Kiel – Innenminister Andreas Breitner zurückgetreten

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andreasbreitner(CIS-intern) – Innenminister Andreas Breitner hat Ministerpräsident Torsten Albig um die Entlassung aus seinem Amt gebeten. Der Ministerpräsident unterzeichnete heute (25. September) in Kiel die Entlassungsurkunde, nachdem er die drei Koalitionspartner über die Entscheidung von Breitner unterrichtet hatte.

Der Ministerpräsident dankte Breitner für die geleistete Arbeit. Besonders im Bereich der Flüchtlingspolitik habe er in den vergangenen Wochen eng mit ihm zusammengearbeitet. “Ich bedauere die Entscheidung von Andreas Breitner sehr, denn ich verliere einen starken, kompetenten und kraftvollen Innenminister”, sagte Albig. Über die Nachfolge des Ministers werde bald entschieden.

Der Innenminister hat den Ministerpräsidenten gestern Nachmittag (24. September) darüber informiert, dass er beabsichtige, im Mai 2015 in die Wohnungswirtschaft zu wechseln. Er sei am 24. September 2014 vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen zum neuen Verbandsdirektor gewählt worden.

Foto: Presse Andreas Breitner

Begründet habe Breitner diesen Wechsel damit, dass er mehr Zeit für seine Familie haben möchte, so Albig. “Diesen Wunsch kann ich nachvollziehen und respektiere ihn sehr. Ich hätte mir gewünscht, dass er mich früher informiert hätte. Aus meiner Sicht hätten die Vertragsverhandlungen mit dem Verband erst nach dem Ende des Ministeramtes erfolgen dürfen, um jeden Eindruck von Interessenverquickung zu vermeiden”, so der Ministerpräsident.
(PM: Carsten Maltzan, Lars Erik Bethge)

Dazu erklärte Breitner:
Zu seinem Wechsel an die Spitze des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen sagte Innenminister Andreas Breitner heute (25. September) in Kiel:

“Der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) hat mich am 24. September 2014 in Lübeck zu seinem neuen Verbandsdirektor gewählt. Am 1. Mai 2015 beginne ich mit meiner Arbeit für den VNW und zum 1. Juli 2015 werde ich dessen Verbandsdirektor. Ich freue mich auf eine neue spannende Aufgabe.

Der Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft fällt mir alles andere als leicht. Ich führe mein Amt mit Lust und Leidenschaft. Trotz aller Freude bei der Arbeit habe ich aber eines für mich festgestellt: Mein öffentliches Amt als Innenminister ist mit meinem Familienleben nicht oder nur schwer vereinbar. Im Kabinett bin ich ersetzbar, in der Familie nicht. So habe ich mich nach intensiver Überlegung entschieden, das Angebot des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen anzunehmen. Ich gewinne damit für meine Familie und mich ein Stück Privatsphäre zurück.

Gestern habe ich den Ministerpräsidenten persönlich informiert und ihm meinen sofortigen Rücktritt angeboten. Heute hat er meinem Wunsch entsprochen. Dafür und die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich Torsten Albig und den Mitgliedern der Landesregierung”.

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